Eintrag vom 12.03.2004 / 13:45 Charlotte de Lusignan & DLZI 41
Es geht jetzt gut voran. Ich bin so weit, der Erzählung tatsächlich schon einen völlig berechtigten Untertitel geben zu können: �Auf ein Gemälde John Colliers�. Mitte nächster Woche wird das Dingerl fertig sein. Dann kann ich wieder an das, was unter 2) thematisiert ist.
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Nachdem nun auch ein mir gewogener Agent vor den Entwürfen von DLZI zurückgeschreckt ist (�Früher hast du doch immer ganz andere Sachen geschrieben��), hat Eigner wahrscheinlich nicht Unrecht, wenn er mir unter Hinweis auf pseudonym von Aragon und Apollinaire veröffentliche �unmoralische� Texte am Telefon sagte, es gebe auch heute noch das Nicht-opportune, bei dem es nicht auf Kunst ankomme. Vielleicht haben sich auch nur die Hinsichten gewandelt, und dreißig Jahre später wird man sich auch über d i e s e Abwehr lustig machen. Mag sein.
Jedenfalls habe ich mich entschieden, DLZI erst einmal fertigzuschreiben und nicht mehr in Entwurfsform unvollendet hinauszugeben. Auf diese Weise bleiben einem wenigstens die scheinliterarischen Argumente erspart (psychodynamisch gesehen sind es Rationalisierungen), man wisse nicht, �worauf das hinauslaufe� oder �wo die Liebesgeschichte sei� erspart. Die Leute sind ja nicht dumm und wissen genau, was sie tun. Man streckt sich wie eh und je nach dem Kodex, wie er halt grad en vogue ist. Aber tut den Teufel, das auch zuzugeben. Wie steht man denn sonst später in der Literaturgeschichte da?
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